Startschwierigkeiten

Der Transfer in Düsseldorf sollte eigentlich in 45 Min. erfolgen, doch es kam anders! Die Boarding Zeit auf der Anzeigetafel am Gate verschob sich mehrmals. Erst um 30 Min. dann 1h, schliesslich 2h. Danach konnten wir zwar boarden, doch dann fehlte der Bus, welcher uns zum Flugzeug fahren sollte. Die Maschine hatte offensichtlich Verspätung vom vorhergehenden Flug und dann noch ein technisches Problem, welches erst behoben werden musste. Endlich im Flugzeug und bereit zum Take-off, verkündet der Captain, dass die technischen Probleme erneut wieder aufgetreten sind, und wir rollen zurück ans Dock. Nach einer weiteren Stunde kam man dann zum Entschluss, dass es sich nicht um ein technisches Problem, sondern vielmehr um eine falsche Anzeige handelt (kommt mir das nicht irgendwie bekannt vor, aus meinem eigenen beruflichen Umfeld?), und der Flug nun trotzdem wieder aufgenommen werden kann. Schliesslich komme ich spät abends mit 4h Verspätung in Moskau an. Dabei erinnere ich mich immer wieder an die wichtigsten Dinge, welche man beim Reisen mitbringen muss: Offenheit, Toleranz, Respekt und Geduld! Das Eine habe ich nun schon mal gebraucht. Bin gespannt was sonst noch so kommt… Am Flughafen Domodedowo passierte ich dann erfogreich die Pass- und Visakontrolle. Die Grenzbeamtin war sogar unerwartet höflich. Meine Freude verging dann aber zunehmends als ich am Gepäckförderband auf meinen Rucksack warte…und warte…und warte. Das darf doch nicht wahr sein! Ich beobachtete, wie die anderen Passagiere vom Flug ihr Gepäck entgegen nahmen und allmählich verschwanden. Sofort scheuchte ich ein paar russische Beamtinnen mit ihren Funkgeräten auf, die ziellos und unkoordiniert sich um das vermisste Gepäckstück zu kümmern versuchten. Nach mehrmaliger Schilderung meines Problems in Englisch gelangte ich dann endlich zu einer Beamtin, welche einen PC bedienen und eine Systemabfrage machen konnte. Leider aber auch erfolglos. Nach einem Stapel von Formularen die ich unterzeichnen durfte, ohne dass ich nur ein Wort verstand, verliess ich schlussendlich den Flughafen ohne mein Gepäck und machte mich auf den Weg Richtung Stadt zum Hostel. Dies brauchte zu meinem Erstaunen nochmals eine Stunde mit Zug und Metro. Müde und hungrig, erreichte das Hostel nach einiger Suche gegen 2 Uhr morgens Ortszeit. Natürlich war das Hostel bereits geschlossen und kein Mensch weit und breit. Die Reception war auch nicht erreichbar. Damit war dann  schon ein Tiefpunkt erreicht, den ich mir nicht ganz so vorgestellt habe. Aber es kam dann bald wieder Hoffnung auf. Ein junges Paar kam gerade vom Ausgang zurück und öffnete mir die Tür. Dann kam mir auch schon der Betreiber des Hostels entgegen, ein hilfsbereite Amerikaner. Die erste Übernachtung war also schon mal gerettet.
Mein Fazit von meinem ersten Reisetag: Die Geduldsprobe hat sich bewährt, Abenteuerfaktor ist erfüllt, Airberlin brauche ich nicht noch ein zweites Mal.
Wie es weitergeht, weiss ich noch nicht. Ich werde auf jeden Fall weiter auf dem Blog berichten. Also, stay tuned…

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