Fazit Neuseeland

Neuseeland ist ein wirkliches Naturparadies. Was man hier zu sehen bekommt ist atemberaubend und man kann sich kaum sattsehen von der bezaubernden Schönheit des Landes. Durch die geografische Isolation der Inseln hat sich hier ein einzigartiges Ökosystem entwickelt. Man findet hier Pflanzen und Tiere, welche nur hier anzutreffen sind. Speziell ist, dass es hier ursprünglich keine Landessäugetiere gab. Somit hatten die vielen Vogelarten, welche teils gar nicht fliegen können, keine natürlichen Feinde auf dem Boden. Leider wurden aber bereits mit der ersten Besiedlung diverse Tiere hierher verschleppt, wie zum Beispiel Ratten, Hasen, Wiesel, Igel, Hunde, Katzen oder der Possum von Australien. Diese Tiere haben den Bestand einiger Vögel leider schon bedrohlich dezimiert. Wie z.B. auch den des Kiwis, Neuseelands Nationalvogel. Es werden nun überall in den Nationalparks Fallen aufgestellt, um die Population der importierten Tiere wieder zu reduzieren und so die Vogelarten vor dem Aussterben zu schützen.
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Weka
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Takahe
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Viele Touristen fokusieren sich eher auf die Südinsel, wobei mir jetzt die Nordinsel genauso gefallen hat. 4 Wochen ist schon mindestens die Zeit, die man einrechnen muss, um beide Inseln zu bekunden, denn die Distanzen sind lang und die Strassen sehr kurvenreich. Ich habe in den 4 Wochen 4432 km zurückgelegt. Natürlich könnte man hier noch viel mehr Zeit verbringen, denn die echte Schönheit ist an den abgelegenen Plätzen in den Nationalparks zu finden und nicht an den offensichtlichen Orten auf den Touristenrouten, wo jeder mal schnell einen Foto-Stopp macht und dann gleich wieder weiter fährt. Ich hätte hier gerne noch ein paar weitere Orte gesehen und ein paar Wanderungen mehr gemacht, aber die Zeit war zu knapp oder der Weg dorthin war mir zu weit. Nichts desto trotz habe ich, nicht zuletzt wegen des schönen Wetters und den langen Tagen, meine Zeit hier gut ausnützen können und habe viel gesehen und erlebt. In den Hostels trifft man viele junge Reisende, mit denen man sich austauschen kann. Der grösste Anteil der Touristen kommt von Deutschland oder England. Mit den Inselbewohnern hatte ich einige Smalltalks. Oft erschienen sie mir aber etwas kurz angebunden. Vermutlich haben sie genug von den Touristen. Mit den Maori, welche im 14. Jahrhundert aus Polinesien hierher gezogen sind, haben sie sich offenbar gut arrangiert. Was sie aber zu stören scheint, ist die stetige Immigration, jedenfalls äusserten sich einige nicht gerade so Begeistert über die Besucher, welche dann einfach hier bleiben würden. Diese Haltung wunderte mich schon ein wenig. Vermutlich hat man bereits Vergessen, dass alle Leute hier vor nicht allzu langer Zeit eingewandert sind. Sie müssten nur mal zum Vergleich die Situation in Europa sehen, dann wären sie vermutlich schnell wieder zufrieden. Die Neuseeländer sind sehr naturverbunden und umweltbewusst. Das ermitteln sie einem auch gerne beim Besuch der Nationalparks. Den Courmet-Preis verdienen die Neuseeländer jedoch nicht. Ich empfand das Essen hier als etwas einfältig. In den grösseren Orten kann man auf asiatische oder indische Restaurants ausweichen. Auch das Angebot in den Läden war manchmal etwas dürftig.
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Die Entscheidung mit einem kleinen Mietauto zu reisen, war die Richtige. Es gäbe hier alternativ auch Reisebusse, jedoch bringen diese einem nur in die grösseren Orte. Mit dem eigenen Fahrzeug ist man jedoch flexibel und sieht auch die abgelegenen Sehenswürdigkeiten. Besonders spannend stelle ich mir das Reisen hier mit einem eigenen Minivan oder Zelt vor, denn es gibt viele tolle Plätze in der Natur zum Campieren, man muss nicht zwingend auf einen Campingplatz gehen zur Übernachtung.
Die Jahreszeit war auch optimal. Wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann, war ich oft völlig alleine, keine Menschenseele weit und breit. Das habe ich sehr genossen, wobei es zu zweit natürlich viel mehr Spass gemacht hätte. Jetzt wo sich die Sommerferien nähern und sich die Schauplätze immer mehr mit Touristen und einheimischen Urlauber füllen, mache ich mich wieder aus dem Staub. 🙂
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